Krankengymnastik
Bei der Krankengymnastik handelt es sich um eine physiotherapeutische Anwendung, die sowohl aktive als auch passive Behandlungstechniken umfasst. Der/die Patient/in wird hierbei ganzheitlich betrachtet und die Ziele werden gemeinsam und individuell aufgestellt.
Manuelle Lymphdrainage
Die manuelle Lymphdrainage stellt eine sanfte Form der Massage dar. Durch spezielle Handgriffe wird das Lymphgefäßsystem unterstützt und somit der Lymphabfluss des Körpers aktiviert. Dabei ist das Ziel, der Abtransport und somit die Entstauung (Drainage) vermehrter Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe, Schmerzlinderung, die Förderung der Wundheilung sowie die Ausscheidung von Entzündungsstoffen.
Indikationen sind beispielsweise primäre (angeborene) oder sekundäre (erworbene) Lymphödeme, beispielsweise nach Verletzungen, Operationen oder Krebserkrankungen.
Das Vojta-Prinzip
Das Vojta-Prinzip ist eine physiotherapeutische Behandlungsmethode, die von dem Neurologen Václav Vojta entwickelt wurde. Durch gezielten Druck auf bestimmte Körperzonen werden angeborene Bewegungsmuster aktiviert. Ziel ist es, die Haltung, Bewegungskoordination und Körperwahrnehmung zu verbessern. Die Methode wird bei Säuglingen, Kindern und Erwachsenen mit neurologischen oder orthopädischen Beschwerden eingesetzt und unterstützt die Entwicklung bzw. Wiederherstellung physiologischer Bewegungsabläufe.
Das Bobath-Konzept
Das Bobath-Konzept ist ein therapeutisches Behandlungskonzept für Menschen mit motorischen Beeinträchtigungen aufgrund neurologischer Funktionsstörungen.
Die Therapie nach Bobath eignet sich für Säuglinge und Kinder, aber auch für Jugendliche und Erwachsene mit angeborener oder erworbener zerebraler Bewegungsstörung. Ebenfalls lassen sich Entwicklungsverzögerungen unklarer Genese sowie neuerogene und muskuläre Dysfunktionen gut mit dem Bobath-Konzept behandeln. Ein großes Ziel in der Bobath-Therapie ist die größtmöglichste Selbstständigkeit im Alltag sowie eine höchstmögliche Lebensqualität.
Einsatzbereiche der KG nach Bobath und Vojta bei Säuglingen und Kindern
- Neurologische Erkrankungen
- Muskuläre Dysfunktionen
- Motorische Entwicklungsverzögerungen- und störungen
- Genetische Syndrome
- Frühgeburtlichkeit
- Asymmetrien- und Plagiocephalus (Kopfvorzugshaltungen)
- Haltungsschwächen- und schäden
- Fußfehlstellungen
Einsatzbereiche der KG nach Bobath und Vojta bei Erwachsenen
- Schlaganfall
- Querschnittslähmung
- Multiple Sklerose
- Morbus Parkinson
- Hirnblutung
- Schädelhirntrauma
- Weitere neurologische Erkrankungen
Das Castillo Morales®-Konzept
Das Castillo Morales®-Konzept ist ein ganzheitliches, neurophysiologisch orientiertes Behandlungskonzept, das von dem argentinischen Rehabilitationsarzt Rodolfo Castillo Morales entwickelt wurde. Durch gezielte Stimulation von Körper-, Mund- und Gesichtsbereichen werden Haltung, Bewegungsentwicklung sowie wichtige Funktionen wie Saugen, Schlucken, Kauen, Atmen und Sprechen gefördert. Die Therapie wird bei Säuglingen, Kindern und Erwachsenen mit sensomotorischen, neurologischen oder orofazialen Einschränkungen eingesetzt und unterstützt eine größtmögliche Selbstständigkeit und Kommunikation im Alltag.
Dreidimensionale Fußtherapie
Die dreidimensionale manuelle Fußtherapie nach Zukunft-Huber wird bei kindlichen Fußfehlstellungen angewendet. Diese können sowohl angeboren als auch erworben sein. Ziel ist es, kontrakte und verkürzte Muskulatur und Faszien gezielt aufzudehnen und schwache Muskulatur zu kräftigen, wodurch die Stellung der Fußknochen zueinander verbessert wird. Fußfehlstellungen, die mit diesem Konzept behandelt werden können, sind beispielsweise der Klumpfuß, Sichelfuß, Hackenfuß, Knick-Senk-Fuß etc., aber auch jegliche andere Fußdeformitäten.
Atemtherapie
Bei der Atemtherapie spielen mehrere Faktoren, die einander beeinflussen und die für eine freie Atmung von großer Bedeutung sind, eine Rolle. Im Zuge dessen lassen sich an dieser Stelle die Beweglichkeit und Aufrichtung der Wirbelsäule und des Thorax als auch die Kraftausdauer der (Atemhilfs-) Muskulatur aufführen. Um diese zu verbessern bzw. wiederherzustellen, gibt es verschiedene aktive und passive Behandlungstechniken, wie zum Beispiel die Aufdehnung und Kräftigung der Muskulatur. Zudem fungieren diverse Techniken und Eigenübungen zur Vertiefung und Fokussierung der Ein- und Ausatmungsphase sowie zur Sekretolyse als feste Bestandteile der Atemtherapie.
Manuelle Therapie
Die Manuelle Therapie ist eine spezielle physiotherapeutische Behandlungsmethode zur Untersuchung und Behandlung von Funktionsstörungen des Bewegungsapparates. Durch gezielte Mobilisations- und Grifftechniken werden Schmerzen gelindert, Bewegungseinschränkungen verbessert und die natürliche Gelenkfunktion wiederhergestellt. Sie kommt unter anderem bei Beschwerden der Wirbelsäule, Gelenke, Muskeln und Nerven zum Einsatz.
